Als Administrator stößt man immer wieder in Logfiles wie auch in Telefonaten auf Menschen, die ihre eigene E-Mail-Adresse nicht kennen oder nicht schreiben können. Einige Klassiker (natürlich anonymisiert):

  • irgendwas@gmail.de
  • irgendwer@googlemai.com
  • jemand@tonline.de
  • einr@freenet.de
  • mich@gibt.es.nicht

Was ist daran nun falsch fragen sich vermutlich manche?

Beispiel 1: Google Mail ist immer unter gmail.com oder googlemail.com erreichbar, aber nie unter gmail.de. Das ist fast schon der häufigste Fehler aller Google Mail Nutzer.

Beispiel 2: Da fehlt ein „L“ in dem Domainnamen. Ähnliche Schreibfehler machen manche sogar bei ihren eigenen Domains, die ihnen offenbar zu schwierig sind.

Beispiel 3: Hier fehlt ein „-“ im Domainnamen. Genau wie Beispiel 2 eine Form der Ungenauigkeit.

Beispiel 4: Um in meinen Beispielen in der Reihenfolge zu bleiben hätte hier „einer“ vor dem @ stehen müssen. Ein Klassiker. Dieser Fehler ist vor allem dann amüsant, wenn man seinen Vor- und Nachnamen dort stehen hat und diesen falsch schreibt.

Beispiel 5: Die Verwendung von nicht existierenden Domains. So etwas kann man auch als Spam ansehen.

Warum schreibe ich das eigentlich?

Jede falsch eingetragene E-Mail-Adresse in einem Formular in einer Webseite führt dazu

  • dass derjenige vermutlich gar nicht über seine angegebenen Kontaktdaten angeschrieben werden kann.
  • dass derjenige eine Online-Anmeldung gar nicht erfolgreich durchführen kann.
  • dass jede E-Mail, die das System an diese falsch geschriebene E-Mail-Adresse schickt in der E-Mail-Warteschlange des Servers landet. Das wiederum führt zu einer fehlenden Übersichtlichkeit in der Administration des Systems.

Natürlich sind vor allem die ersten beiden Punkte für diejenigen, die ihre E-Mail-Adresse offenbar nicht richtig schreiben können besonders ärgerlich. Ich sehe es aber auch aus Sicht eines Administrators, solche Angaben halten meine Arbeit auf, erschweren die Analyse von echten Problemen an Servers.

Fazit: bitte bitte schreibt eure E-Mail-Adressen richtig!

Beim Aufsetzen neuer Server verwende ich inzwischen gerne die Tutorials von howtoforge. Man muss nur die Kommandos kopieren, an einigen Stellen etwas anpassen – und fertig ist der Server. Ich brauchte z.B. auf Basis dieses Tutorials nicht mal 30 Minuten bis alles lief.

Der größte Aufwand ist dann die Projekteinrichtung darauf. Aber das ist ein anderes Thema 🙂